Hallo
ich habe – ohne wirklich zu wissen wie man damit umgeht – diesen Blog eingerichtet, um Ansprechpartner für Perspektiven des social tagging in der Kunstgeschichte zu erörtern. Wenn ich mein Projekt
artemis.lmu.de/artigo
meinen Kollegen präsentiere, fangen die immer an zu lachen. Aber ich glaube, sie haben unrecht. Gibt es hier jemanden, der sich mir mir darüber unterhält? Und der mir vielleicht auch einen Tip gibt, wie man für ein solches Projekt (dessen Grundidee übrigens geklaut, dafür aber für unsere Bedürfnisse angepasst ist), statt der momentan vorhandenen 400 4.000 oder noch besser 40.000 Mitspieler bekommt?
Schöne Grüße an alle, die hier hoffentlich demnächst auftauchen werden!
Ihr Hubertus Kohle, Institut für Kunstgeschichte der Uni München
Schlagworte: folksonomy, kunst, kunstgeschichte, social tagging, spiel
Mai 13, 2008 um 11:40
Lieber Herr Kohle,
das Projekt ist auf jeden Fall zukunftsweisend.
Viele Grüße,
Ihr Gerhard Schön
Juni 29, 2008 um 11:01
Tja, Herr Kohle,
Sie haben 4.000 Mitglieder? und doch habe ich das Gefühl, ständig nur mit zweien zu tun zu haben. Einer von beiden ist stark auf Punkte aus und schreibt in 0,nix die Punkteliste runter – in jedem Bild ein HImmel, dafür punktet man, erkennt man aber den Künstler, punktet man nicht, weil der andere dies nicht bemerkt. Es besteht die Gefahr, dass man blind schreibt, was man denkt vor sich zu haben.
Ist mir selbst passiert und ich weiß nicht, ob Sie das dann später einsehen können. Häufig taucht bei mir das Bild nicht auf, während mein Mit oder Gegenspieler punktet und ich wiederholte Male die F8-Taste drücke, er aber immer noch weiterspielen möchte.
Doof.
Dann warte ich auf den Mitspieler und warte; also unterbreche ich auch und mache was anderes, komme dann nicht zeitig genug ins Programm und habe den Eindruck, dass mein Mitspieler mich rauskickt und einfach keine Lust mehr hat.
Dann ist mir aufgefallen, dass es jemanden gibt, er mich erst mal die Liste vollmachen lässt und dann erst anfängt – gibt es dann mehr Punkte oder wie? Will ich weiterspielen, stoppt er ab.
Mein Interesse an diesem Spiel ist, dass ich soviel Bilder wie möglich sehe und sie zuordnen möchte. Großen Spaß habe ich daran zu erkennen, um wen es sich handeln könnte. Das zeitliche Einordnen wäre mir auch noch wichtig. Was mir auf jeden Fall fehlt ist die Angabe der Maltechnik, der Größen und der Renner wäre ja noch, wenn man lesen könnte, wo das Werk hängt oder welcher Stilrichtung man es zuordnet.
Dann könnte ich ja wirklich was lernen.
Wirklich erkennen kann ich ja nur bei guter Bildqualität und Größe – so ist denn manchmal eine Frau ein Mann, ein Hund eine Katze und so weiter oder gehen derartige Details in Landschaftsbildern flöten. Wird schon nicht so schlimm sein, merkt man dann ja.
Mich interessiert, was später mit diesen Daten hier gemacht wird. Es ist ja nicht unbedingt „richtig“ was viele sehen, sondern vielleicht eher, was sie nicht sehen. – und wenn es nur um Punkte machen geht….Hund, Katze, Maus, leidet vielleicht die Qualität.
Dabei fällt mir gerade auf, dass man ja auch das Spiel mit der Erinnerung treiben könnte. Bild gesehen? Ja, Nein. Bild gesehen, dann blind antworten. Oder Bild zeigen und wegblenden und antworten lassen. Oder TItel geben und antworten lassen. Ja, ja, schönes Spiel.